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SMTP konfigurieren

Ohne SMTP versendet Kibo nichts – und ohne bestätigte E-Mail-Adresse kann sich niemand anmelden. Auch Einladungen zu einer Kita kommen dann nicht an: Sie werden angelegt, aber die Mail mit dem Link bleibt aus. Beim Start schreibt die App deshalb eine deutliche Fehlermeldung ins Log, wenn SMTP_HOST fehlt; mit HOSTED=true startet sie ohne SMTP_HOST gar nicht.

Variable Bedeutung
SMTP_HOST Postausgangsserver
SMTP_PORT 587 (STARTTLS) oder 465 (implizites TLS)
SMTP_USER Benutzername; leer lassen für Server ohne Anmeldung
SMTP_PASSWORD Passwort
SMTP_FROM Absender, zum Beispiel Kibo <kibo@example.org>
SMTP_SECURE true/false überschreibt die Portregel; leer = implizites TLS ab 465
SMTP_ALLOW_INSECURE nur lokal für Mailpit; erlaubt unverschlüsselten Versand

Verschlüsselung und Zustellbarkeit

Verschlüsselung ist ausdrücklich geregelt: Port 465 (oder SMTP_SECURE=true) spricht von der ersten Verbindung an TLS, jeder andere Port verlangt STARTTLS und ein gültiges Zertifikat (secure: false allein würde das nicht erzwingen). Nur SMTP_ALLOW_INSECURE=true erlaubt Klartext – für die lokale Entwicklung mit Mailpit, nicht für den Server.

Zustellbarkeit: Die Domain in SMTP_FROM sollte zum Postausgangsserver passen und per SPF, DKIM und möglichst DMARC abgesichert sein, sonst landen Bestätigungsmails im Spam. Ein Postfach beim eigenen Hoster oder ein Versanddienst sind deutlich zuverlässiger als ein selbst betriebener Mailserver auf demselben VPS.

Versandfehler erkennen

Fehlgeschlagene Mails stehen als [mail] Versand an l***@example.org fehlgeschlagen (…) im Log. Bewusst nicht im Log stehen: Mailinhalte, Bestätigungs- und Reset-Links. Ein fehlgeschlagener Versand lässt die Registrierung nicht scheitern – Betroffene fordern die Mail einfach erneut an: „E-Mail erneut senden“ auf /admin/verify-email beziehungsweise „Passwort vergessen“ auf /admin/login.

Kontrolle nach der Einrichtung:

docker compose logs app | grep '\[mail\]'

Vor dem produktiven Versand

Kibo verschickt Bestätigungs-, Reset- und Einladungslinks – Schlüssel, mit denen sich ein Konto übernehmen oder eine Einladung annehmen lässt – und Einladungen an Menschen, die Kibo nicht kennen. Bevor die erste echte Mail hinausgeht, gehört deshalb auch der Versanddienst auf den Prüfstand:

  • Auftragsverarbeitung. Mit dem Anbieter des Postausgangsservers einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO schließen, sofern es nicht der eigene Mailserver ist.
  • Verarbeitungsorte und Drittlandzugriffe. Wo stehen die Server, wo die Protokolle, und kann eine Muttergesellschaft außerhalb der EU darauf zugreifen? Die Antwort gehört mit der Grundlage einer Übermittlung in die Datenschutzerklärung (Abschnitt „E-Mails“ der Vorlage).
  • Aufbewahrung. Wie lange speichert der Anbieter Versandprotokolle, Empfängeradressen und – bei manchen Diensten – den Inhalt der Mails? Die Frist so kurz wie möglich einstellen und in der Datenschutzerklärung nennen.
  • Verschlüsselung. Zwischen Kibo und dem Postausgangsserver erzwingt Kibo TLS (oben). Ob der Anbieter die Mail auch auf dem Weg zum Postfach der Empfängerin verschlüsselt weitergibt (TLS, möglichst MTA-STS oder DANE), steht in seiner Dokumentation.
  • Kein Tracking, kein Umschreiben von Links. Öffnungs- und Klicktracking abschalten; viele Versanddienste schalten es ab Werk ein. Klicktracking schreibt jeden Link auf eine Adresse des Anbieters um: Dann liefen die Bestätigungs- und Reset-Links über fremde Server, und der Fuß verlinkte Impressum und Datenschutz nicht mehr direkt. Kibo selbst baut weder Zählpixel noch Weiterleitungen in seine Mails ein.

Was im Fuß jeder Mail steht und welche Angaben dafür nötig sind, steht unter Betreiberangaben in E-Mails. Danach eine Test-Mail an eine eigene Adresse schicken – am einfachsten eine Einladung an eine zweite eigene Adresse – und in der HTML- und der Textfassung prüfen, dass die Links unverändert auf die eigene Domain zeigen.